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Übersicht über die Themen:


Praxisarbeiten

Praxisarbeit Sanierungsplan

Praxisarbeit Tool zum Sanierungsplan

Studienarbeiten

Studie im Auftrag des Gewerbeverbandes Basel-Stadt zur Bedeutung der Wohnbaugenossenschaften und dem volkswirtschaftlichen Nutzen für KMU in der Region Basel Nordwestschweiz

Präsentation Publikation Kirsch Zukunft Genossenschaften

Studie Würmli Zukunft Wohnbaugenossenschaften

Präsentation Würmli

Studienarbeit Tim Cuenod Blütezeit der Wohnbaugenossenschaften

Studienarbeit Eric Ohnemus Bachelor Thesis

Broschüren

Broschüre Der dritte Weg im Wohnungsbau (2013)

Broschüre Älter werden und autonom wohnen

Buchpublikation: WOHNGENOSSENSCHAFTEN DER REGION BASEL 1992–2012

Wohngenossenschaften haben Zukunft

Ein Beitrag zum UNO-Jahr der Genossenschaften vom Regionalverband Wohnbaugenosssenschaften Nordwestschweiz

Wohngenossenschaften prägen die Region Basel. Genossenschaftlich verwaltet werden 3000 Liegenschaften mit rund 14’000 Wohnungen. Ihr Anteil an den baselstädischen Wohnungen liegt bei 10 Prozent. Nach einem grossen Bauboom bis in die sechziger Jahre kam es im genossenschaftlichen Wohnungsbau zu einer gewissen Stagnation. Erst Mitte der neunziger Jahre wurden Wohngenossenschaften wieder aktiv. Das Buch knüpft an eine Publikation von 1994 an und beleuchte diesen Zeitraum im speziellen.

Heute zeichnet sich bei den Wohngenossenschaften wieder eine Aufbruchsstimmung ab – mit Strukturreformen, neuen Projekten und neuen Wohnmodellen.

Aus Anlass des UNO-Jahrs der Kooperativen hat der Regionalverband Wohnbaugenossenschaften Nordwestschweiz ein Buch herausgegeben, in dem verschiedene Autoren eine Bestandesaufnahme präsentieren. Diese umfasst einen historischen Teil, Porträts einzelner Genossenschaften und neuer Projekte, eine Analyse der aktuellen Probleme, Vorschläge für Strukturreformen und praktische Tipps zur Reorganisation und Finanzierung.

Die Geschichte
Ein kurzer historischer Abriss – auch mit Blick auf die Rolle des ACVs – zeigt die Rolle der Wohngenossenschaft in der Region Basel auf. Abgerundet wird dieser Teil mit einer kleinen Architekturgeschichte und zwei Karten in der Klappe mit der Bauentwicklung von 1900–2012.

Die Anlayse
Die durchschnittliche Basler Wohngenossenschaft ist zu klein, überaltert, hat einen grossen Renovationsbedarf, verfügt aber über zu wenig finanzielle Reserven und hat keine professionelle Organisation, um die anstehenden Aufgaben wirklich in die Hand zu nehmen. Die Genossenschafter haben oft wenig Lust, grössere Investitionen zu tätig, weil diese ihre eigenen Mietzinse erhöhen würden. Sie stecken in der sogenannten «Mitgliederfalle», sagen die Genossenschaftsexperten, die im Buch zu Worte kommen. Weil die Genossenschaften selber wenig aktiv waren, sind leider auch die Fördermassnahmen das Kantons eingeschlafen.

Innovatoren und neue Modelle
Es gibt aber Abhilfe und Vorbilder. Den Wohngenossenschaften wird nahegelegt, sich zu grösseren Einheiten zusammenzuschliessen, um sich eine professionelle Verwaltung leisten und neue Bauprojekte an die Hand nehmen zu können. Unternehmerische Grossverbände wie die Wohngenossenschaft Nordwest und Wohnstadt arbeiten zukunftsorientiert.

Ein Beispiel dafür ist die Siedlung Niederholzboden in Riehen, ein kompakter, 200 Meter langer Bau im Minergie-Standard. Ein anderes Beispiel ist die Wohngenossenschaft Gnischter. Sie hat sich aus der Alternativszene entwickelt, entzieht Wohnhäuser der Spekulation und renoviert sie für ihre Mitglieder, die die Häuser meist selbst verwlaten. Es wird auch wieder gebaut: Die Wohngenossenschaft Hegenheimerstrasse errichtete 2012 im Hinterhof an der Stelle eines Werkhofs einen Neubau mit einer spektakulären Kupferstreckfassade. Ausserdem entstehen neue Wohnformen. Aktuell sind dies die Alterswohngenossenschaften, z.B. Waldeck in Binningen, Pestalozzi in Muttenz oder im 2011 TherMitte in Therwil.

Das politische Umfeld
Nach einer Phase der Bevorzugung von privaten Investoren hat auch die Basler Regierung die Bedeutung der Wohngenossenschaften für ihre Wohnbauziele wieder erkannt. Dies ist dem Vorwort von Finanzdirektorin Eva Herzog zu entnehmen. So entstehen genossenschaftliche Neubauten im Baurecht im Schoren-Areal und an der Belforterstrasse bei der Landes- und Kantonsgrenze auf einem Areal, welches heute noch als Parkplatz genutzt wird.

Im Buch wird die politische Forderung erhoben, Genossenschaften von der Steuer auf Mietzinseinnahmen zu befreien und Rückstellungen steuerlich zu begünstigen. Genossenschaften sind förderungswürdig, weil sie langfristig für erschwingliche Mietzinsen sorgen. Sie können zwar nicht billiger bauen als kommerzielle Investoren, aber mittel bis langfristig sorgen sie für mittelständischen Wohnraum, den Stadt und Agglomeration dringend brauchen. Mitautor Peter Würmli formuliert es so: «Wenn die Hypotheken kontinuierlich amortisiert werden, wenn keine preistreibenden Handänderungen stattfinden und keine Profite aus den Liegenschaften ‹abgezogen› werden, werden aus einst teuren oder durchschnittlichen Mieten dank Inflation und Preisanstieg im gesamten Wohnungsmarkt mit der Zeit fast von alleine günstige Mieten.»

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