Medienmitteilung zur 100. Generalversammlung am 7. Mai 2026

07.05.2026

100 Jahre Verband der Wohnbaugenossenschaften Nordwestschweiz! - Ein Grund zum Feiern, aber nicht zum Ausruhen: In den letzten 100 Jahren hat der genossenschaftliche Wohnungsbau stark an Bedeutung gewonnen. Dabei sind Wohngenossenschaften oft Vorreiter mit neuen Wohnmodellen. Bis zum Jahr 2050 soll mindestens 25% des baselstädtischen Wohnraums gemeinnützig sein.

100 Jahre Verband der Wohnbaugenossenschaften Nordwestschweiz! - Ein Grund zum Feiern, aber nicht zum Ausruhen

Am Donnerstag, den 7. Mai 2026 feierte der Regionalverband seine 100. Generalversammlung mit 280 Teilnehmenden: Mitgliedern, Partnerfirmen und Gästen. Dabei wurde auch der Vizepräsident René Brigger nach 29 Jahren im Vorstand verabschiedet. Seiner politischen Arbeit sind über 5'000 neue gemeinnützige Wohnungen zu verdanken.
Der Präsident Jörg Vitelli und René Brigger führten durch die bewegte Geschichte: 1926 schlossen sich 14 Wohngenossenschaften mit ca. 1‘000 Wohnungen zum Verband der Wohngenossenschaften zusammen. In den letzten 100 Jahren hat der genossenschaftliche Wohnungsbau stark an Bedeutung gewonnen. Derzeit gehören dem Verband 218 Wohngenossenschaften mit 17‘636 Wohn- und Gewerbeeinheiten an.

Die dritte Welle

Nebst dem genossenschaftlichen Bauboom nach dem Zweiten Weltkrieg hat der genossenschaftliche Wohnungsbau seit dem Jahr 2000 wieder stark zugenommen. Der Generationenwechsel in den traditionellen Wohngenossenschaften, aber auch Neugründungen brachten das Wohnbau-Schwungrad wieder in Bewegung. Mit dazu beigetragen haben die Stadt Basel, die Stiftung Habitat und die SBB, indem sie grössere Areale im Baurecht zur Verfügung stellten. Auch die Logis Suisse AG konnte mit dem Kauf der Zentrale Pratteln ein wichtiges Areal in Baselland sichern. Insgesamt konnten in den letzten 10 Jahren über 2‘200 Wohnungen erstellt werden und weitere 2‘000 sind noch im Bau, man kann damit von einer dritten Welle sprechen.

Ein Angebot über alle Bevölkerungsgruppen

Erfreulich ist festzustellen, dass Gemeinden in der Region Basel feststellen, dass für die unterschiedlichen Wohnbedürfnisse die Genossenschaftswohnungen die beste Lösung sind. Stockwerkeigentum oder ein Einfamilienhaus ist ein Traum, den sich immer weniger leisten können. Mit bezahlbaren genossenschaftlichen Mietwohnungen kann ein Angebot über alle Bevölkerungsgruppen geschaffen werden.

Genossenschaften als Vorreiter

Genossenschaften waren seit jeher Vorreiter mit neuen Wohnmodellen. Viele dieser Überbauungen galten zunächst als ungewöhnlich. Der Überblick über die 100 Jahre zeigt, dass vom Freidorf Muttenz über die ersten Hochhäuser am Kannenfeldplatz bis zum Westfeld wegweisende Überbauungen geschaffen wurden, deren Konzepte in der Folge von klassischen Investoren kopiert wurden.

Ziel bis 2025: 25% preisgünstiger Wohnraum

Die Wohn- und Bodenfrage hat eine grosse Aktualität. Bezahlbarer Wohnraum schaffen vor allem die Genossenschaften in Kostenmiete und dem nachhaltigen Spekulationsentzug. Daher werden wir den wesentlichen Beitrag gemäss Gegenvorschlag zur Initiative „Basel baut Zukunft“ leisten. Die entsprechende Revision des Bau- und Planungsgesetzes gibt als Zielgrösse vor, dass bis ins Jahr 2050 mindestens 25 % preisgünstiger Wohnraum entstehen wird. Wir müssen und werden daher den bisherigen Anteil von 12 % genossenschaftliche Wohnungen in Basel-Stadt in den nächsten 24 Jahren klar steigern. Die Genossenschaften zählen dabei weiterhin auf den Kanton Basel-Stadt und die umliegenden Gemeinden als bewährte Partner. Es bleibt zu hoffen, dass auch der Kanton BL seine Aufgaben gemäss neuem WBFG auch endlich wahrnimmt. Der Verband wohnbaugenossenschaften nordwestschweiz ist fachlich und personell gut und überparteilich aufgestellt und nimmt die nächsten 100 Jahre mit Zuversicht und Elan in Angriff.

Für Rückfragen:
Jörg Vitelli, Präsident, Tel. 079 487 29 78
René Brigger, Vizepräsident, Tel. 076 460 51 34
Monika Willin, Geschäftsleiterin, Tel. 061 321 71 07

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